UV-Schutz mit Niacin

Wenn die Haut besonders schnell altert, dann gibt es verschiedene Ursachen wie etwa Abgase, schlechte Ernährung und Stress. Gute Anti-Falten Produkte helfen, die Haut vor Zellschäden und der damit einhergehenden Alterung zu schützen. Anti-Aging Pflege gibt es zahlreich und neuerdings sind einige Produkte auf den Markt gekommen, die die Haut vor Umwelteinflüssen schützen sollen. Auch UV-Strahlen zählen zu solchen Umweltfaktoren, die einen negativen Einfluss auf die Hautalterung haben. Wusstest Du, dass zu viel Sonne unsere Haut stark beschädigen kann? Daher gilt ein guter UV-Schutz als das A und O einer guten Hautpflege, um frühzeitige Faltenbildung vorzubeugen. Als besonders wirksam gegen Falten, die mit zu hohen UV-Belastungen einhergehen, hat sich neuerdings Niacin erwiesen. Erfahre hier mehr über die Substanz und wie Du Dich vor Hautalterung schützen kannst. 

Was ist Niacin?

Die Substanz gehört zu den wasserlöslichen B-Vitaminen und ist auch unter den Bezeichnungen Vitamin B3, Nicotinsäure und Nicotinamid bekannt. Aber eigentlich handelt es sich hierbei vielmehr um einen Komplex aus Nicotinsäure, Nicotinamid und deren Verbindungen. Dass es außerdem vom Körper selbst hergestellt werden kann, ist untypisch für ein Vitamin. Vitamin B3 wird hingegen aus der Aminosäure Tryptophan synthetisiert. In unserem Körper kommt es in allen Zellen vor und am meisten in der Leber, Niere sowie im Fettgewebe.

In ihrer Hauptfunktion als Bestandteil der Coenzyme NAD und NADH wird die Substanz für zahlreiche komplexe Stoffwechselaktivitäten in unseren Zellen herangezogen, dazu gehören zum Beispiel

  • die Zellteilung,
  • der Kohlenhydratstoffwechsel (wandelt Nahrung in Glucose um),
  • die Regulierung des Blutzuckers,
  • die Verdauung,
  • die Immunreaktion,
  • die Bildung von Botenstoffen (im Gehirn: Transport von Informationen zwischen den Nervenzellen),
  • die Muskelentspannung,
  • die Synthese von Amino- und Fettsäuren sowie Kollagen.

 

Insbesondere ist der letzte Punkt im Hinblick auf die Neubildung von Hautzellen von großer Bedeutung. Ein Niacinmangel äußert sich dementsprechend in einer Hyperpigmentierung der Haut aus. In sehr schlimmen Fällen kann er sogar zu einer Demenz führen. Die tägliche Niacindosis von 13 bis 17 Milligramm pro Tag kann man gut mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung decken. Besonders niacinreich sind zum Beispiel Vollkornprodukte sowie Geflügel, Fisch und Eier, wobei die Bioverfügbarkeit von Vitamin B3 aus tierischen Lebensmitteln höher ist als von dem aus pflanzlichen Lebensmitteln.

Zellschäden durch UV-Strahlen

Natürlich altert unsere Haut von Zeit zu Zeit, und das ist von der Natur nun mal vorgesehen. Bei der natürlichen Hautalterung handelt es sich um die intrinsische. Darüber hinaus spricht man noch von der extrinsischen Hautalterung, wenn diese von äußeren Faktoren ausgelöst wird. Eine schlechte Ernährungsweise gepaart mit einem ungesunden Lebensstil wie Schlafmangel oder Stress wie auch einem Nikotin- oder Alkoholkonsum äußern sich nicht selten in einem schlechten oder gar faltigen Hautbild aus. Auch Abgase, Sonnenlicht und andere Umwelteinflüsse tragen zur schnellen Alterung der Haut bei. Der Fokus liegt hier insbesondere auf Hautprobleme, die durch UV-Strahlen verursacht werden. Denn meist sind diese für zelluläre Schäden in der Haut verantwortlich.

 

Im Zusammenspiel mit den oben genannten Faktoren und der natürlichen intrinsischen Alterungsprozessen wird die Hautalterung beschleunigt – frühzeitige Falten und Pigmentflecken sind die Folgen. Da direkte Sonneneinstrahlungen Schäden in unseren Zellen hinterlassen, kann dies in schlimmsten Fällen sogar zu Hautkrebs führen. Dass UV-Strahlen einen karzinogenen Effekt haben, ist nicht unbekannt und sollte an dieser Stelle betont werden. Verantwortlich für die aktinische Keratose, eine lichtbedingte Hautschädigung und Vorstufe des Hautkrebses, ist allen voran die UV-B-Strahlung. Die aktinische Keratose kommt meist bei älteren Menschen und Menschen mittleren Alters an Körperstellen wie Wangen, Stirn und Handrücken vor. Diese sind solche Körperpartien, die am meisten mit Sonnlicht in Kontakt kommen. Nicht weniger gefährlich ist die UV-A-Strahlung, welche bei längerem Kontakt mit der Haut ebenfalls karzinogen wirkt. UV-A ist langwelliger als UV-B und ist daher in der Lage, noch tiefer in die Haut einzudringen. Auf diese Weise werden Kollagen, Mitochondrien und Enzyme beschädigt, wodurch die Hautalterung nachhaltig gefördert wird. Zwar ist eine kleine Menge an UV-Strahlen notwendig für die Bildung des knochenfreundlichen Vitamin D, aber sobald die Haut anfängt leicht zu röten, ist die Dosis bereits überschwellig.

 

Ja, wer seine Haut zu viel direktem Sonnenlicht aussetzt, ohne sie ordentlich davor zu schützen, riskiert Schäden molekularer Natur. Schließlich wurden bei Patienten mit einem Melanom – damit ist das gefährliche maligne Melanom, auch der schwarze Hautkrebs gemeint – Schäden in der DNA nachgewiesen. Je mehr das Alter vorangeschritten ist, umso weniger sind die Zellen in der Lage, die Schäden zu reparieren, was wiederum die Bildung von Tumoren fördert.

Niacin: UV-Schutz für die Haut?

Der beste Schutz vor Hautalterung ist natürlich, einen zu langen Kontakt mit Sonnenlicht zu vermeiden, ganz besonders zur Mittagszeit. In Sachen Sonnenschutz beschränken wir uns meist darauf, uns beim Sonnen einzucremen, und das reicht definitiv nicht aus. Darüber hinaus wird eine wichtige Körperstelle oftmals vernachlässigt: das Gesicht. Dabei ist gerade dieses Körperteil am meisten der Sonne ausgesetzt. Es ist also wichtig, wirklich alle offenen Körperstellen mit einer guten Pflegecreme vor UV-Strahlen zu schützen. Und eine gute Sonnencreme sollte sowohl einen UV-B- als auch einen UV-A-Filter enthalten.

 

Schon lange weißt man, dass Radikalfänger die Haut effektiv vor Alterung schützen sollen. Seit Neuestem zählt auch das Vitamin B3 zu solchen Substanzen. Das Vitamin ist an zahlreichen Prozessen im Körper beteiligt, insbesondere an der Zellteilung. So ist es unter anderem in der Lage, unsere Zellen vor Schäden zu schützen, die Reparatur von vorhandenen DNA-Schäden zu unterstützen und die Neubildung von Kollagen zu fördern. Auf diese Weise kann etwa die aktinische Keratose vorgebeugt werden. Die krebsvorbeugende Wirkung dieser Substanz konnte bisher in zwei Studien nachgewiesen werden. Die Ergebnisse zeigen:

 

Nicotinamid ist ein Baustein von Nicotinamidadenindinukleotid, welches eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Adenosintriphosphat, kurz ATP, spielt. Das ATP wird wiederum benötigt, um den Zellstoffwechsel in Gang zu setzen. Zudem ist es an der Regeneration der Zellen beteiligt. Liegt ein Mangel an ATP vor, altert die Haut rapide. In Untersuchungen wurde festgestellt, dass die direkte UV-Einstrahlung einen ATP-Mangel hervorruft, was wiederum die Reparatur von Schäden in der DNA hemmt. Wird dem Körper vermehrt Vitamin B3 zugeführt, wird der ATP-Mangel wieder ausgeglichen. In einer weiteren Studie wurde diese Überlegung bestätigt, die Ergebnisse wurden im New England Journal of Medicine veröffentlicht. An 386 Patienten mit einem nicht-melanotischen Hautkrebs wurde festgestellt, dass unter der Nicotinamidgabe von zwei Mal täglich 500 Milligramm innerhalb von 12 Monaten die Entstehung beider Hautkrebsformen (Basaliomen und Spinaliomen) zurückging. Auch wurde mit der Niacinsupplementierung ein Rückgang der aktinischen Keratose beobachtet.

 

 

Eine niacinreiche Ernährung ist daher notwendig, um die Bildung wichtiger Hautbestandteile sicherzustellen. Diese trägt außerdem zu einer besseren Durchblutung der Haut bei. Da Vitamin B3 aus Tryptophan synthetisiert wird, sind tryptophanreiche Lebensmittel wie Soja und Cashew ebenfalls von Vorteil. Es ist außerdem möglich und in gewissermaßen auch sinnvoll, Vitamin B3 in Form von Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen oder die Haut mit einer niacinhaltigen Creme zu pflegen. Für die Anwendung auf der Haut eignen sich auch Anti-Aging Produkte mit dem Wirkstoff Argireline, weil dieser die UV-Schutz-Wirkung von Vitamin B3 positiv beeinflusst, sodass die Bildung neuer Falten noch effektiver verhindert werden kann. Bei diesem Wirkstoff handelt es sich um eine organisch-chemische Verbindung, nämlich ein Peptid, das aus sechs Aminosäuren besteht. Somit kommt Argireline von Natur aus auch in unserem Organismus vor und ist daher sehr gut verträglich. Erfahren Sie hier mehr über die Anti-Falten Cremes von Argireline.